"Hurensohn" ist kein Film der großen Effekte, vielmehr ein Werk der atmosphärischen Feinzeichnung: Der Wiener Michael Sturminger, bislang vor allem als Opernregisseur bekannt, skizziert Ozrens Drama (und Wiens Jugo-Community) liebevoll, in kräftigen Farben, mit sublimer Musik und nuancierten Figuren.
- STEFAN GRISSEMANN, "profil" 23.02.2004
Michael Sturmingers Halbwelt-Studie präsentiert sich lakonisch-unsentimental, ohne sich Zwischentönen zu verschließen.
Lebenshärte pur, wenn der kleine Ozren bei der Schulweihnachtsfeier umsonst auf seine Mutter wartet. Kundschaft geht eben vor. Während Khamatova als "Pretty Woman" zum Sex-Chamäleon in ständig neuer Aufmachung mutiert, beweist der Hurensohn in seiner kindlich-trotzigen Naivität Charakter. Zeit der Unschuld vor roten Laternen.
- "Neue Kronen-Zeitung" 19.02.2004